Der Blutegel – „Der Arzt“ unter den Tieren

Die Blutegeltherapie zählt zu den ältesten Therapieformen der Welt. Schon im alten China und in Indien aber auch in Europa wurden Blutegel, vor einigen tausend Jahren mit Erfolg eingesetzt.

Die Blutegeltherapie gehört zu den Ausleitungsverfahren, die in der naturheilkundlichen Praxis bei einer Vielzahl von Indikationen eingesetzt wird. Die Blutegel werden an einer geeigneten Stelle angelegt, so dass sie einen kleinen Aderlass herbeiführen. Ziel der Behandlung ist mit Hilfe des Blutegelspeichels den Abfluss des Blutes anzuregen und den Lymphabfluss zu beschleunigen. Während des Einsahen am Patienten gaben die Blutegel gerinnungshemmende und entzündungshemmende Wirkungsstoffe ab. Am bekanntesten ist hier das „Hirudin“.

Der Biss eines Blutegels ist nicht mit Schmerzen verbunden. Die Bisse werden wie „Brennesselstiche“, ein leichtes Ziehen oder sogar als völlig schmerzfrei beschrieben. Im Allgemeinen dauert die Blutmahlzeit des Egels zwischen 1 – 2,5 Stunden. Die Bissstellen bluten nach dem Abfallen etwa noch 8 – 24 Stunden leicht nach. Der Patient wird mit einer sterilen Wundauflage und einem saugfähigen Verband versorgt.

Anwendungsgebiete:
– Rheumatische Erkrankungen
– Bluthochdruck
– Narikosis (Krampfadern)
– Tinnitus (Ohrgeräusche)
– Thrombosen
– Nasennebenhöhlenentzündungen
– Arthritis
– Kopfschmerzen
– Hämorrhoiden usw…

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